Dienstag, 7. September 2010

Er sucht Sie

Im Moment suche ich nach einem erfüllenden, kreativen und gut bezahlten Job in Berlin. Was bis jetzt in meinem Kopf über Arbeit in Deutschland herumgegeistert ist, sind die gewöhnlichen Schreckensszenarien: Hartz IV, Plattenbau und Kinder mit dem Namen Jeanette Jaqueline. Da ich aber einen Rucksack voller Lebensmut, Ausbildung und Erfahrung mitbringe, habe ich meine Angst verdrängt und mich beworben. Ich kann sagen, dass es da draußen Jobs gibt, die wirklich interessant scheinen. Jetzt muss der Arbeitgeber mich nur noch wollen. Wir werden sehen.

Meine Suche beschränkt sich nicht nur auf die Onlinerecherche, nein, ich ziehe auch die good old Zeitung zu rate. In unserem Briefkasten landet regelmäßig so eine Regionalzeitung, die man nehmen muss, kein Abo aber Zwang. Wenn sie schon einmal da ist, kann ich mich ja auch gleich mal in die Kleinanzeigen stürzen. Stellenanzeigen gibt es ganz spannende: Reinigungskräfte, KFZ Mechaniker, Unterhaltungsdamen, da bin ich leider entweder über- oder unterqualifiziert.

Wenn man schon mal dabei ist, kann man auch gleich mal die Partnerbörse beschnuppern. Ich lese grundsätzlich ALLE Anzeigen, die von den Frauen und die von den Männern. Neben all den flippigen Mittvierzigern und den doch recht stabilen Siebzigjährigen, findet man so manche Anzeigen, die einen zum Nachdenken animieren. So haben Männer meist Neuwagen und Eigenheim im Angebot, Frauen sind eher einsam und bereit beim neuen Partner einzuziehen und sich dafür auch hingebungsvoll um ihn zu kümmern. Hallo!? Rollenverteilung!? Das ich im Jahre 2010 noch von hilfslosen Weibsbildern lesen muss, die einfach nicht ohne Mann klar kommen, weil sie sonst keinen haben, den sie betütteln können, wird mir fast ein bisschen schlecht. Zum Glück gibt es Männer, die gut drauf vorbereitet sind, da kriegt sie ein warmes Bett, Kochlöffel und Putzlappen, gegen gelegentliches „Kuscheln“. Ach wie ist die Welt doch schön.

Eins ist klar: für einen Job bei den Kleinanzeigen bewerbe ich mich nicht. Und eine aufgeben? Das hat noch zwanzig Jahre Zeit.

2 Kommentare:

  1. wth! what do i do?! i will not learn german, if that;s what you were going to suggest.

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  2. what can I do? it's my mother tounge. the germanviking blog won't ceise to exsist. this is just for my german posts. but yea, it frustrates me as well, when you post on romanian.
    if you're too courious:
    1. you know german, fool!
    2. google translate ;-)

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